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Schokolade mit gutem Gewissen genießen

Süßwarenindustrie fördert nachhaltigen Kakaoanbau

Schokolade mit gutem Gewissen genießen

Foto: A. Brendel / Rainforest Alliance (No. 5751)

sup.- Immer mehr Verbraucher interessieren sich beim Einkauf von Lebensmitteln auch für die Art und Weise, wie die Rohstoffe für die Produkte gewonnen wurden. Das gilt vor allem dann, wenn sie nicht aus heimischen Regionen, sondern aus fernen Ländern stammen. Welche Anforderungen werden dort an die sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen gestellt? Der wachsenden Bedeutung entsprechend, die diese Kriterien für Konsumenten haben, verändert sich zunehmend die Einkaufs- und Informationspolitik von Lebensmittelherstellern. Ein beeindruckendes Beispiel hierfür ist das Engagement der Schokoladenindustrie im Hinblick auf die Förderung von nachhaltigem Kakaoanbau.

Kakaobäume wachsen vor allem im Tropischen Regenwald. Die Hauptanbaugebiete liegen in West- und Zentralafrika. 40 bis 50 Mio. Menschen leben vom Kakaoanbau und -handel. Die Mehrzahl der Kakaobauern wohnt in entlegenen Gebieten mit schlechter Infrastruktur, oft fehlt es ihnen zudem an Know-how bezüglich der Anbaumethoden oder betriebswirtschaftlicher Kenntnisse. Aber nur ein nachhaltiger Kakaoanbau kann dauerhaft die Lebensbedingungen vor Ort verbessern, die natürlichen Ressourcen schonen und langfristig die weltweit steigende Nachfrage nach Kakao decken. Zur Forcierung dieser Ziele ist im Jahr 2012 die Gemeinschaftsinitiative „Forum Nachhaltiger Kakao“ gegründet worden, die von der Bundesregierung inzwischen als Leuchtturmprojekt der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie für das Jahr 2016 ausgezeichnet worden ist. Zu den Mitgliedern des Forums ( www.kakaoforum.de) gehören Unternehmen der Schokoladen- und Süßwarenindustrie, des Lebensmittelhandels, Nichtregierungsorganisationen sowie standardsetzende Vereinigungen (z. B. Fairtrade, Rainforest Alliance, UTZ Certified). Dank der Initiativen dieses Gemeinschaftsprojektes ist der Anteil von nachhaltig zertifiziertem Kakao in den auf dem deutschen Markt angebotenen Süßwaren von drei Prozent (2011) auf mittlerweile 40 Prozent (2016), bei den Mitgliedern des Forums sogar auf 50 Prozent gestiegen. Diese rasante Entwicklung wäre ohne die Bündelung der Aktivitäten der Süßwarenindustrie, des Handels sowie von Umweltorganisationen und ohne das entsprechende Bewusstsein der Konsumenten für faire ökosoziale Kriterien nicht denkbar gewesen. Namhafte Süßwarenhersteller mit Vorreiterrolle wie z. B. Ferrero, Lindt, Mars und Nestle werden ihren erklärten Unternehmenszielen zufolge spätestens ab dem Jahr 2020 ausschließlich nachhaltig zertifizierten Kakao für ihre Produkte verwenden.

Supress
Redaktion Ilona Kruchen

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