Silberhaltige Gehirnkatheter reduzieren Infektionsrisiko deutlich

Wirksamkeit silberhaltiger Katheter erstmals in klinischer Studie der Evidenzklasse I nachgewiesen

Bei rund 26.000 Patienten wird in Deutschland pro Jahr die Schädeldecke durchbohrt und ein Katheter gelegt, um den Gehirndruck zu messen und gegebenenfalls Gehirnflüssigkeit oder auch Blut abzuleiten. Doch dieser Eingriff ist risikoreich. Bei rund neun Prozent der Betroffenen kommt es trotz strenger Einhaltung der Hygieneregeln infolge des Eingriffs zu einer Infektion im Gehirn, die bei den Patienten in vielen Fällen zu einer lebenslangen Behinderung der Motorik, der Sprache oder einem Gedächtnisverlust führt sowie hohe Kosten für die Krankenkassen verursacht. Nach einer in der englischen Fachzeitschrift Neurosurgery veröffentlichten klinischen Studie könnte die Zahl der Infektionen durch den konsequenten Einsatz von silberhaltigen, antimikrobiellen Gehirnkathetern statt der in der Regel eingesetzten Standardkatheter deutlich reduziert werden.

In der Studie der höchsten Evidenzklasse untersuchte eine Ärztegruppe der Universitätsklinik Cambridge und des neurologischen Zentrums in Southampton auf Basis von 278 Patienten die Wirksamkeit von silberhaltigen Kathetern des Hamburger Medizintechnikunternehmens Spiegelberg gegenüber Kathetern ohne eine spezielle antiseptische Imprägnierung.* Resultat: Die Infektionsrate der mit Silberkathetern behandelten Patienten lag nur etwa halb so hoch wie die Infektionsrate der Patienten, bei denen die nicht antimikrobiell wirkenden Standardkatheter eingesetzt wurden.

Die Wirksamkeit der silberhaltigen Katheter gegenüber den Standardkathetern, die heute noch in rund 80 Prozent der Fälle in deutschen Kliniken zur Anwendung kommen, zeigte sich vor allem bei längerfristiger Anwendung: Häufig kommt es nach einer Liegezeit der Katheter von fünf Tagen zu Infektionen. Auffällig war, dass es bei Patienten, die mit Standardkathetern versorgt wurden, nach zehn Tagen zu einer erneuten hohen Infektionsrate kam, die beim Einsatz silberhaltiger Katheter nicht zu beobachten war.

Die Ergebnisse der Studie dürften nicht nur für Neurochirurgen weltweit von Interesse sein, sondern auch für die deutschen Krankenkassen. Zwar sind die Stückkosten für die in der Studie eingesetzten silberhaltigen Katheter mit knapp 100 Euro rund 30 Euro teurer als Standardkatheter. Sie bieten aber bereits im Vergleich zu den ebenfalls für die Reduzierung des Infektionsrisikos genutzten Antibiotika-imprägnierten Gehirnkathetern ein hohes Einsparpotenzial. Die Relevanz für das deutsche Gesundheitswesen zeigt sich aber vor allem mit Blick auf die Behandlungskosten bei Infektionen, die pro Fall im fünfstelligen Eurobereich liegen: So könnten durch den konsequenten Einsatz von silberhaltigen Gehirnkathetern die jährlichen Ausgaben der Krankenkassen um mindestens elf Millionen Euro reduziert werden.

*The SILVER (Silver-Impregnated Line Vs EVD Radomized) Trial: A Double-blind, Prospective, Randomized Controlled Trial of an Intervention to Reduce the Rate of External Ventricular Drain Infection, veröffentlicht in: Neurosurgery: August 2012 – Volume 71 – Issue 2 – p 394-404;
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