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TU Berlin: Neues Energielabor für Gasturbinenforschung

Verbrennungsforschung hat einen neuen Standort auf dem Ostgelände der TU Berlin

Flammen, Hitze, Lärm – am 24. Januar 2014 wird auf dem Campus Charlottenburg das Energielabor der TU Berlin eröffnet. In dem neuen Laborgebäude werden eindrucksvolle Verbrennungsversuche durchgeführt. Hocheffiziente Gasturbinen von morgen sollen dort getestet und ultraschadstoffarme Brennkammern dafür entwickelt werden. Das Energielabor ist am Fachgebiet Experimentelle Strömungsmechanik – Hermann-Föttinger-Institut – unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Christian Oliver Paschereit angesiedelt.

Nach nur 14 Monaten Bauzeit wurde das Laborgebäude auf dem Ostgelände der TU Berlin im Herbst 2013 fertiggestellt. Das Gebäude bietet Platz für vier Prüfstände von jeweils 25 bis 40 Quadratmetern sowie für zwei Kontrollräume. Mit einer Verbrennungsleistung von insgesamt einem Megawatt können Versuche unter den Bedingungen durchgeführt werden, wie sie auch in Gaskraftwerken und Flugzeugtriebwerken auftreten. Die Gesamtfläche des Baus beträgt rund 220 Quadratmeter. Damit wurde Raum für Innovationen auf dem Gebiet der Verbrennungsforschung geschaffen und die Entwicklung des Ostgeländes an der Müller-Breslau-Straße vorangetrieben. Am 24. Januar 2014 wird das neue Laborgebäude feierlich eröffnet mit TU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Prof. h.c. Dr. h.c. Jörg Steinbach, Prof. Dr.-Ing. Christian Oliver Paschereit, TU-Fachgebietsleiter Experimentelle Strömungsmechanik, und Prof. Dr.-Ing. Rudibert King, Sprecher des Sonderforschungsbereiches „TurbIn“ an der TU Berlin.

In dem neuen Laborgebäude wird Spitzenforschung betrieben. So werden zwei neue Versuchsstände des Sonderforschungsbereiches „TurbIn – Signifikante Wirkungsgradsteigerung durch gezielte, interagierende Verbrennungs- und Strömungsinstationaritäten in Gasturbinen“ in dem Laborge-bäude eingerichtet. In dem Berliner Forschungsverbund wird der nächste Evolutionsschritt der Gasturbine, die Detonationsverbrennung, erforscht. Dabei werden kontrolliert Detonationen in der Brennkammer erzeugt, die zu einer sprunghaften Verbesserung des Wirkungsgrades führen. Für das prestigeträchtige Vorhaben Greenest, das vom European Research Council (ERC) gefördert wird, soll außerdem in diesem Gebäude erstmals das Konzept der besonders sauberen, nassen Verbrennung in einer Gasturbine demonstriert werden. Bei dieser Technik werden große Mengen Wasserdampf der Flamme beigemischt. Neben der Reduktion der Schadstoffe und der Erhöhung der Effizienz, ermöglicht diese Technik die sichere Verbrennung von Biogasen. Der ERC-Advanced-Grant ist der renommierteste europäische Forschungspreis. Auch führen im dem neuen Gebäude die Berliner Forscherinnen und Forscher die richtungsweisenden Untersuchungen zur Thermoakustik an zwei Prüfständen fort. Thermoakustik, auch als Brennkammerbrummen bekannt, sind gefährliche Verbrennungsschwingungen, die in Gasturbinen zur Erhöhung der Schadstoffemissionen und zur Zerstörung der Brennkammer führen können.

Die Forschung und Versuche im neuen Energielabor haben eine hohe Praxisrelevanz. Das Fachgebiet Experimentelle Strömungsmechanik – Hermann-Föttinger-Institut – arbeitet bereits seit mehr als zehn Jahren mit internationalen Partnern wie auch mit regional ansässigen Unternehmen, wie Alstom, Siemens und Rolls Royce zusammen.

Neben diesem neuen Labor verfolgt die TU Berlin an der Müller-Breslau-Straße zwei weitere Großprojekte auf dem Ostgelände mit sichtbaren Erfolgen: Sie investierte vier Millionen Euro in das Gebäude L, das durch den Exzellenzcluster UniCat genutzt wird. Mitte November 2013 verkündete die Wüstenrot Stiftung, dass sie 3,5 Millionen Euro für die Sanierung des großen rosafarbenen Umlauftanks auf der Schleuseninsel an der Müller-Breslau-Straße zur Verfügung stellen wird, um so die außergewöhnliche Architektur zu schützen und weitere Forschungen in dem Gebäude zu ermöglichen.

Fotomaterial zum Download: www.tu-berlin.de/?id=143687

Hintergrundinformationen über die Entwicklung des Ostgeländes der TU Berlin: www.tu-berlin.de/?id=130606

Fachgebiet Experimentelle Strömungsmechanik: http://fd.tu-berlin.de

Sonderforschungsbereich „TurbIn“: www.sfb1029.tu-berlin.de/

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr.-Ing. Christian Oliver Paschereit, TU Berlin, Leiter des Fachgebiets Experimentelle Strömungsmechanik, Hermann-Föttinger-Institut, Tel.: 030/314-79777, E-Mail: paschereit@tu-berlin.de

Die TU Berlin versteht sich als international renommierte Universität in der deutschen Hauptstadt, im Zentrum Europas. Eine scharfe Profilbildung, herausragende Leistungen in Forschung und Lehre, die Qualifikation von sehr guten Absolventinnen und Absolventen und eine moderne Verwaltung stehen im Mittelpunkt ihres Agierens. Ihr Streben nach Wissensvermehrung und technologischem Fortschritt orientiert sich an den Prinzipien von Exzellenz und Qualität.

Kontakt
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Straße des 17. Juni 135
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Pressekontakt:
TU Berlin, Fachgebiet Experimentelle Strömungsmechanik
Prof. Dr. Christian Oliver Paschereit
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