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Wäschetrockner und Kühlgeräte verursachen die meisten Brände

Neue Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung

Wäschetrockner und Kühlgeräte verursachen die meisten Brände

Wäschetrockner, Kühlgeräte und Geschirrspüler können gefährlich sein. (Grafik: www.ifs-ev.org)

Etwa ein Drittel aller Brände in Gebäuden entsteht durch Elektrizität. Mit großem Abstand ist dies die häufigste Brandursache, wie die Statistiken des Institutes für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) aus den Jahren 2012 bis 2017 zeigen. Die meisten Brände wurden in den vergangenen Jahren durch Wäschetrockner verursacht. Platz zwei belegen Kühl- und Gefriergeräte. Danach folgen Geschirrspüler und Waschmaschinen.

Die Nummer fünf der elektrotechnischen Brandverursacher sind Mehrfachsteckdosenleisten. Fernsehgeräte hingegen verschwinden langsam aus dem Ranking der Brandursachenermittler. „Sie standen bis vor ein paar Jahren noch ganz weit oben. Aber dabei handelte es sich überwiegend um Röhrenfernseher, und die gibt es mittlerweile in immer weniger Haushalten“, sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des Institutes.

„Elektrogroßgeräte stehen in dieser Liste immer auf den ersten Plätzen“, so Drews. Bei der sogenannten „weißen Ware“ treffen, neben ihrer weiten Verbreitung, verschiedene Risiken zusammen: Die Geräte werden mit Netzspannung – in Deutschland also mit 230 Volt – betrieben und haben Heizeinrichtungen, im Betrieb gibt es Erschütterungen und im Geräteinneren ist Feuchtigkeit vorhanden. Diese Faktoren begünstigen die Entstehung von Kurzschlüssen und Kontaktfehlern.

Bei einem Kurzschluss mit Lichtbogenüberschlag treten Temperaturen von mehreren Tausend Grad Celsius auf. „Einen kleinen Lichtbogen sehen Sie manchmal, wenn Sie einen Stecker in die Steckdose stecken. Dann tritt er allerdings nur so kurz auf, dass die Materialien es problemlos aushalten“, erklärt Drews. Beim Lichtbogen durch einen Kurzschluss können hingegen brennbare Materialien entzündet werden. Bauteile oder Leitungsisolationen können zudem in Brand geraten, wenn es durch einen sogenannten „Wackelkontakt“ oder einen Fehler in den Steuerungs- und Regelungseinrichtungen von Geräten zu einer starken lokalen Erwärmung kommt.

Im Vorfeld gibt es meist keine Warnsignale, die man erkennen könnte. Elektrogeräte sollten darum nur dann betrieben werden, wenn im Brandfall jemand eingreifen kann – also nicht nachts und nicht, während niemand zu Hause ist. Bei Kleingeräten wie Kaffeemaschinen oder Wasserkochern rät das IFS, den Stecker zu ziehen, wenn sie nicht gebraucht werden.

Um Brände durch Steckdosenleisten zu verhindern, kann man eine Menge tun. Denn hier sind die Hauptgründe für Brandentstehungen die Überlastung durch den Anschluss von zu großen Verbrauchern und mechanische Schäden durch einen allzu groben Umgang.

Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e. V. wurde 1976 gegründet. Es geht zurück auf das Brandverhütungslabor, das 1884 von der Schleswig-Holsteinischen Landesbrandkasse ins Leben gerufen wurde. Heute hat der Verein mit Hauptsitz in Kiel bundesweit neun Standorte. Ein Team aus Naturwissenschaftlern und Ingenieuren untersucht im Schwerpunkt Brand- und Brandfolgeschäden, Leitungswasser- und Feuchteschäden. Die Erkenntnisse aus den Ursachenermittlungen dienen der allgemeinen Schadenverhütung und werden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kontakt
IFS Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V.
Ina Schmiedeberg
Preetzer Straße 75
24143 Kiel
0431 – 7 75 78 – 10
schmiedeberg@ifs-ev.org
http://www.ifs-ev.org

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