Was bringt Menschen dazu, mehr Gemüse und Obst zu essen – und was hält sie davon ab?

Eine aktuelle Snack5-Studie zeigt, zu welchen Gelegenheiten Gemüse und Obst gegessen werden, und was Menschen dazu bringt, mehr Gemüse und Obst einzukaufen und zu verzehren.

Was bringt Menschen dazu, mehr Gemüse und Obst zu essen - und was hält sie davon ab?

Gemüse und Obst könnten noch viel häufiger zwischen den Hauptmahlzeiten gesnackt werden.

Die Wissenschaft zeichnet ein klares Bild: Eine Ernährung mit reichlich Gemüse und Obst kann vor bestimmten Krankheiten schützen. So senken Gemüse und Obst beispielsweise das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Die Empfehlung lautet deshalb „5 am Tag“, also mindestens fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag zu essen. Erhebungen zeigen allerdings, dass nur ein Bruchteil dieser rund 650 Gramm Gemüse und Obst pro Person und Tag tatsächlich verzehrt wird. Was die Menschen davon abhält und was sie motiviert, mehr Gemüse und Obst einzukaufen und zu essen, hat die EU-Kampagne Snack5 – Europa genießt Obst und Gemüse – in einer aktuellen Studie mit insgesamt 1.659 Teilnehmenden in Deutschland und Österreich untersucht. Zentrale Ergebnisse im Überblick:

1.Viel Potenzial für mehr Gemüse und Obst im Alltag

Snack5 hat gefragt, wann denn Gemüse und Obst gegessen werden. Damit liegen für Deutschland mit Blick auf Altersgruppen und Geschlecht repräsentative Daten vor, die Potenziale aufzeigen, den empfohlenen fünf Portionen Gemüse und Obst näherzukommen.
Es zeigt sich, dass Gemüse häufiger zu den Hauptmahlzeiten gegessen wird, Obst als Zwischenmahlzeit. Während Gemüse überwiegend zum Mittag- und zum Abendessen verzehrt wird, spielt es weder beim Frühstück noch als Snack zwischen den Hauptmahlzeiten eine nennenswerte Rolle. Nur bei rund 14 Prozent der Befragten in Deutschland (16,8 % in Österreich) kommen Gurken, Cocktailtomaten oder andere Gemüseklassiker auf den Frühstückstisch. Kaum 20 Prozent der Befragten geben an, dass sie Gemüse über den Tag verteilt zwischen den Hauptmahlzeiten snacken. Ein anderes Bild bei Obst: Für fast 60 Prozent der Befragten in Deutschland (68,8 % in Österreich) ist das ein beliebter Nachmittagssnack.

Diese Ergebnisse legen zwei Überlegungen nahe: Erstens, die Menschen sollten in ihren positiven Verzehrgewohnheiten bestärkt werden. Der Appetit auf Gemüse und Obst ist offensichtlich vorhanden – auch wenn er unterschiedlich über den Tag verteilt zu sein scheint. Es lohnt sich, daran anzuknüpfen und durch Informationen sowie praktische Tipps dazu zu motivieren, die Vielfalt an heimischem Gemüse und Obst weiter auszukosten. Zweitens lassen sich die Ergebnisse auch als Aufforderung verstehen. Wenn Gemüse als Snack oder zum Frühstück noch nicht in den Ernährungsgewohnheiten der Menschen verankert ist, fehlt es womöglich nicht nur an Information, sondern auch an entsprechenden Angeboten – zum Beispiel in der Gemeinschaftsverpflegung, am Arbeitsplatz oder in der Schule, durch die sich die Ernährungsgewohnheiten verändern könnten.

2.Viele gute Gründe für Gemüse und Obst

Interessant ist zu erfahren, aus welcher Motivation heraus Gemüse und Obst gegessen wird. Die Snack5 Studie zeigt, dass die Gründe dafür vielfältig sind. Dass Gemüse und Obst gut schmecken, steht dabei auf Platz 1 (74 % der Befragten in Deutschland, 75 % in Österreich). Gleich danach folgen die Wirkung auf die Gesundheit sowie die Tatsache, dass es sich dabei um frische, unverarbeitete Lebensmittel handelt. Weitere Gründe, aus denen Gemüse und Obst gegessen wird in der Reihenfolge der Häufigkeit, in der sie genannt werden: man kann damit Gerichte von guter Qualität kochen, Abwechslung in den Speiseplan bringen, damit gut für die Gesundheit der Familie sorgen, die regionale Landwirtschaft unterstützen und sich einfach ein gutes Lebensgefühl verschaffen.

Snack5 hat auch nach Faktoren gefragt, die Menschen davon abhalten, im Alltag mehr Gemüse und Obst zu essen. Die Antworten sind vielfältig: Dass Gemüse und Obst „schnell verderben“, wird am häufigsten als Hindernis genannt (37 % in Deutschland und Österreich). Auf Platz 2 folgen „hohe Preise“. In beiden Ländern sagen weniger als 5 Prozent, dass Gemüse und Obst nicht zu ihrem Ernährungsstil passen. Deutlich mehr geben aber zu, dass sie im Moment der Entscheidung schlicht und ergreifend nicht daran denken, dass sie auch Gemüse und Obst essen könnten, dass es nicht zu ihren gewohnten Routinen gehört (19,9 % in Deutschland, 18,7 % in Österreich). Gerade diese Aussagen motivieren dazu, nicht in den Anstrengungen nachzulassen, Menschen für eine pflanzenbasierte Ernährung zu begeistern. Denn die allerwenigsten schließen das für sich aus. Es geht lediglich darum, gewohnte Muster zu durchbrechen und Gemüse und Obst zum selbstverständlichen Bestandteil der täglichen Ernährung zu machen. Diese Aufgabe mag anspruchsvoll genug sein – aber die Mühe lohnt sich, denn die meisten finden eben auch viele Gründe, mehr Gemüse und Obst zu essen.

3.Auch beim Snacken ist zu fragen: Henne oder Ei?

Wenn Gemüse und Obst zwischen den Hauptmahlzeiten gesnackt wird, geschieht das meist zu Hause. Das sagen über drei Viertel der Befragten in Deutschland. Auffällig ist, dass Gemüse und Obst viel seltener als Snack in Betracht gezogen wird, wenn man unterwegs (36,3 %) oder bei der Arbeit („am Schreibtisch, beim Arbeiten/Lernen“: 39,2 %, „in Kantine/Teeküche: 9,3 %) ist. Hier stellt sich dringend die Frage nach der Ursache. Wird Gemüse/Obst unterwegs oder bei der Arbeit nicht gern gewählt, weil die Präferenzen andere sind? Oder liegt es daran, dass es unterwegs mehr Aufwand mit sich bringt, sich Gemüse und Obst zu besorgen als ein süßes Backteilchen oder eine Currywurst, die es an fast jeder Ecke im Straßenverkauf gibt? Und abermals zum Thema Gemeinschaftsverpflegung: Wie sähe das Ergebnis der Befragung aus, wenn in mehr Unternehmen Snackgemüse und -obst in Teeküchen, auf Besprechungstischen und in Kantinen die Belegschaft verführen würde, einfach zuzugreifen?

4.Zum Genuss verführen

Dass Menschen aufgeschlossen auf solche Anregungen und Angebote reagieren würden, legen weitere Ergebnisse der Studie nahe. So antworten zum Beispiel auf die Frage, was sie sich beim Einkauf von Gemüse und Obst am Point of Sale wünschen, fast die Hälfte aller Befragten (48,2 % in Deutschland, 39,6 % in Österreich) mit „mehr Probierstände“. Eine attraktivere Präsentation von Gemüse/Obst und Inspiration in Form von Bildern oder Rezepten direkt am PoS würden bei 39,1 Prozent und 24,3 Prozent der Befragten in Deutschland (37,2 % bzw. 22,7 % in Österreich) die Kaufentscheidung positiv beeinflussen. Damit gilt also auch beim Einkauf: Sind Gemüse und Obst leicht auffindbar, attraktiv und sogar zum Verkosten präsentiert, ist man sehr gerne bereit, sich dafür zu entscheiden. In dieses Bild passen auch die Auslöser, die Kunden zu spontanen Gemüse- und Obsteinkäufen verleiten: Hier liegt „Ich habe spontan Appetit darauf bekommen“ mit über 75 Prozent in Deutschland weit vorne (73,2 % in Österreich), vor „Es gab ein Angebot/eine Aktion“ und „Es war attraktiv präsentiert“.

5.Worauf es ankommt: Frische, Geschmack, Regionalität und Saisonalität

Verbraucher*innen in Deutschland achten beim Einkauf von Gemüse und Obst zuallererst auf Frische und Geschmack. An dritter Stelle wird nicht etwa der Preis genannt, sondern Regionalität und Saisonalität der Früchte (56 % in Deutschland). In Österreich steht dieser Aspekt mit 65 Prozent der Nennungen bereits auf Platz 2 vor „Herkunft“ (61 %). Auch diese Ergebnisse sind hilfreich für alle, die das Ziel verfolgen, Menschen idealerweise zu fünf Portionen Gemüse und Obst am Tag zu motivieren. Sie haben neben der gesundheitsfördernden Wirkung mit der großen Vielfalt und ausgezeichneten Qualität von Gemüse- und Obstsorten aus Europa die „richtigen“ Argumente an der Hand, mit der sie die Verbraucher für eine ausgewogenere Ernährung mit Gemüse und Obst gewinnen können. Die Menschen sind genau für diese Vorzüge von Gemüse und Obst offen – und sie sind kaufbereit.

Weitere Informationen und Grafiken auf www.snack-5.eu/presse

Snack5 – Europa genießt Obst und Gemüse

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