Weltpremiere des SDN Open Transport Switch

Potenzial von Software-definierten Transportnetzwerken belegt

Sunnyvale, CA / München – 29. November 2012. Infinera (NASDAQ: INFN) hat heute mit einem Feldversuch zum ersten Mal industrieweit die Funktion eines Software-definierten Netzes (SDN) mit offenem Transport Switch (OTS) demonstriert. Der Test wurde gemeinsam mit dem U.S. Department of Energy“s Energy Sciences Network (ESnet) des Long Island Metropolitan Area Netzwerks (LIMAN) durchgeführt. Der erfolgreiche Versuch dokumentiert erstmalig das Potenzial von Software-definierten Transportnetzen.

Software-definierte Transportnetze (Transport SDN) erweitern bisherige Software-definierte Netze (SDN) auf dem optischen Layer der Kommunikationsnetze. Außerdem integrieren sie den Switch für den offenen Transport (Open Transport Switch) und verstärken so die Vorteile von SDN und des OpenFlow-Protokolls. Transport-SDN senkt die Gesamtbetriebskosten digitaler optischer Übertragungsnetze durch effizienten Einsatz der Ressourcen und durch dynamisches Skalieren der Netzkapazitäten.

Beim Aufbau der Versuchsverbindung wurde ein Prototyp des OTS getestet. Dadurch konnte das optische Transportnetz von ESnet durch einen SDN-Controller mit dem OpenFlow-Protokoll konfiguriert werden. ESnet verbesserte so die Leistungsfähigkeit seines SDN-Controllers und demonstrierte On-demand-Bandbreitendienste. Elastische Bandbreiten – sprich die freie Zuteilung von Bandbreite je nach Bedarf – sorgten für die schnelle Übertragung des Datenverkehrs datenintensiver wissenschaftlicher Experimente des Brookhaven National Laboratory-Forschungslabors über das LIMAN Netz, welches von Manhattan nach Upton, beides im Staat New York, führte. Die Dienste wurden durch eine Hochkapazitätsanwendung, die Bandbreite bei Bedarf zuschaltete, bereitgestellt. Die Applikation verwendete die SDN-Controller auf drei verschiedenen Abstraktionsebenen des Transport-Netzwerkes, eine davon war Infineras Standard-basierende GMPLS Steuerungsebene.

OTS ermöglicht dem SDN-Controller von ESnet schnell, Dienste auf einem optischen Transportnetz mittels OpenFlow-Protokoll bereitzustellen. Zur Einrichtung von OTS und zur Ausweitung von SDN auf den Transportlayer müssen alle Plattformen dieser Übertragungsebene in der Lage sein, die Netzwerkressourcen zu virtualisieren. Die „Infinera Bandwidth Virtualization™“- Technologie ermöglicht die Abstraktion der zur Verfügung zu stellenden physikalischen Bandbreite durch eine Unterstützung der Standard-basierenden GMPLS Steuerungsebene, durch ein blockierungsfreies elektrisches OTN-Koppenfeld und durch den Einsatz integrierter photonischer Schaltkreise (PICs). So entsteht ein leistungsfähiger, frei zuweisbarer und programmierbarer Pool virtueller optischer Übertragungskapazitäten. Im Gegensatz dazu sind konventionelle optische Transportnetze in ihrer Natur sehr statisch aufgebaut. Konventionelle Netze verfügen nur eingeschränkt oder gar nicht über die Möglichkeit des OTN Switchings und unterstützen nur mit hohem Aufwand Transport SDN.

„Die beginnende Ära steigender Nachfrage nach Übertragungskapazität auch im Bereich der Forschung fordert Höchstleistungen von der Netzinfrastruktur. Gerade in der Experimentalwissenschaft ist die Möglichkeit zur Skalierung und zur effizienten Handhabung großer Datenströme in einem Multi-Layer-Netzwerk essenziell“, erläutert ESnet Chief Technologist Inder Monga. „Die Spielart von Bandbreitenflexibilität, Automatisierung und Ressourceneffizienz in diesem Test ist entscheidend für die Erfüllung von Kapazitätsanforderungen im großen Maßstab – gerade in den Zeiten der Daten-getriebenen Forschung von heute.“

Das Netzwerk-Team der Brookhaven National Laboratorien und einige Forscher nutzten die SDN-Plattform zur Erprobung von Applikationen zur Datenübertragung in Ultrahochgeschwindigkeit. Dabei wurden RDMA-Protokolle zur Übertragung von Daten über das Ethernet verwendet. „Anwendungen mit enorm großen Datenaufkommen, die wir und andere Laboratorien betreiben, übertragen routinemäßig mehrere Petabyte an Daten über LANs und WANs und sind daher absolut auf die Möglichkeiten der aktuellen und zukünftigen Generation von 100GbE Diensten angewiesen“, schildert Scott Bradley, Manager of Network Services beim Brookhaven National Laboratory seinen Bedarf. „Software-definierte Netzwerke helfen, diese Aufgaben zu bewältigen. Wir können so eine Datenübertragung zwischen Rechenzentren und über das WAN mit einer Geschwindigkeit von 100 Gb/s und darüber hinaus einrichten und ihre Verfügbarkeit bestätigen.“

„Diese Pionierleistung ist ein erster Schritt auf dem Weg zu Transport SDN“, sagt Chris Liou, VP Network Strategy bei Infinera. „Service Provider, die Transport SDN und OTS verwenden wollen, können nun noch leichter Bandbreitendienste in Umgebungen mit verschiedenen Ebenen, Herstellern und Domänen für ein programmierbares, offenes und automatisiertes Netzwerk verwenden.“

Weitere Informationen unter www.infinera.com/go/SDN.

Infinera bietet weltweit digitale optische Netzwerk-Systeme für Telekommunikationsunternehmen an. Einzigartig an den Systemen von Infinera ist eine Halbleitertechnologie auf Grundlage von integrierten photonischen Schaltkreisen – kurz „PIC“ für „Photonic Integrated Circuits“. Infineras Systeme und PIC-Technologie bieten Kunden einfachere Architekturen und einen flexibleren Betrieb von optischen Netzwerken sowie die schnellere Einführung von differenzierten Diensten ohne Umstrukturierung der optischen Netzwerk-Infrastruktur. Mehr Informationen unter www.infinera.com.

Kontakt:
Infinera Corporation
Anna Vue
169 Java Drive
CA 9408 Sunnyvale
+1 (916) 595 -8157
[email protected]
http://www.infinera.com

Pressekontakt:
Bite Communications GmbH
Jürgen Rast
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